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Paris _
SehenswürdigkeitenMontmartre
Berühmt geworden ist die Butte Montmartre (Montmartre-Hügel) erst um die Jahrhundertwende, als aus aller Welt Künstler auf den Montmartre kamen, um in dem ehemaligen Weinbauerndorf eine Künstlerkolonie zu bilden. Der Kubismus fand dort seine Anfänge, denn auch Picasso, Braque und Jean Gris mieteten eines der heruntergekommenen Studios des Bateau-Lavoir. Andere weltberühmte Maler waren zum Beispiel Manet, Utrillo, Van Gogh, Max Jacob und Apollinaire. Toulouse Lautrec kommt im Zusammenhang mit dem Montmartre eine besondere Bedeutung zu, denn durch ihn wurde eines der Wahrzeichen des Montmartres, das Moulin Rouge, verewigt. Nach dem ersten Weltkrieg wanderten die Künstler in das Viertel Montparnasse
ab. Die
Place du Tertre erinnert nur noch schwach
an vergangene Tage, und die Künstler haben sich eher auf den Kommerz als auf
Kunst verlegt. Dennoch - oder gerade deshalb - hat der Platz eine sehr angenehme
Atmosphäre. Sie können sich gemütlich in eines der - allerdings nicht ganz preisgünstigen
- Lokale um den Platz setzen und den Vorbeipromenierenden zusehen. Berühmt ist der Berg auch für die auf ihm errichtete Kirche Sacré-Cur. Am Fuß des Berges befindet sich das Moulin Rouge. Hier zeigt sich eine andere, nicht weniger bekannte Seite des Montmartres: Das Vergnügungsviertel Pigalle ist mit seinem Boulevard de Clichy berühmt für Sexshops und Prostituierte. Man mag sich fragen warum das Moulin Rouge dort steht und warum sich eines der berühmtesten Nachtlokale ausgerechnet in einer Mühle befindet. Tatsache ist aber, dass bis Anfang des 19. Jahrhunderts über 30 Mühlen in Montmartre mahlten. Sie förderten Silex aus unterirdischen Gipslagerstätten, bis sie aufgegeben werden mussten, da der Berg vom Einsturz bedroht war. Métro: Place Clichy, Blanche, Pigalle, Anvers, Abbesses |
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