Unter Louis Bonaparte, dem Neffen Napoléons I., der sich 1852 zum
Kaiser Napoléon III. krönte, begann eine Zeit der Modernisierung der Stadt Paris,
ganz nach dem Willen des neuen, kunstliebenden Kaisers und dessen Präfekten,
Baron Georges Eugène Haussmann (1853-1870). So wurde auch zwischen 1863 und
1875 das Opernhaus nach den Plänen von Charles Garnier im neobarocken Stil errichtet.
Das Gebäude ist nicht nur außen, sondern auch innen sehr aufwändig gestaltet.
Das Deckengemälde stammt von Marc Chagall und zeigt Motive aus berühmten Opern.
Nachdem technische Neuerungen vorgenommen wurden, kann man heute nicht nur klassische
Opern und klassisches Ballett sehen, sondern auch modernere Kunstformen. Dort
wo früher der Pavillon des Kaisers war, befindet sich heute eine Bibliothek
und ein Museum für französische Theatergeschichte.