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Saint-Sulpice

Im 17. Jahrhundert sollte eine neue Kirche für die Abtei von Saint-Germain-des-Prés gebaut werden. Der Bau wurde 1646 begonnen, aber erst 1766 mit Beendigung der Fassade fertig. Insgesamt planten sechs Architekten die gewaltige Kirche (118 m lang, 58 m breit, 34 m hoch) im klassizistischen Stil. Zwar wurde damals schon ein Platz vor der Kirche geplant, angelegt wurde dieser aber erst 1808. 1848 kam noch ein Brunnen mit den vier Predigern Bossuet, Fénélon, Massillon und Fléchier von Louis Visconti dazu.

Die Fassade von Saint-Sulpice wurde nach dem Vorbild der Londoner St.-Pauls-Kathedrale gebaut. Sie ist einfach und schmucklos und daher eines der seltenen Bauwerke, das sich an der reinen Klassizistik orientiert.
Das Innere der Kirche ist gleichmäßig und wunderschön durch die hohen Fenster ausgeleuchtet und mit Fresken von Eugène Delacroix geschmückt. Sehen Sie sich auf jeden Fall das so genannte Gnomon an, eine Kupferplatte, die zusammen mit einem Marmorobelisk eine Sonnenuhr bildet und aus dem Jahre 1744 stammt.

In der Saint-Sulpice heiratete 1822 Victor Hugo Adèle Foucher. 1841 heiratete Heinrich Heine hier die Schuhverkäuferin Mathilde Mirat, die mit eigentlichem Namen Cescencia Eugénie Mirat hieß.

Heutzutage finden in der Saint-Sulpice oft Orgelkonzerte statt. Die riesige Cliquot-Orgel wurde 1860 von Cavaillé-Coll vergrößert.

Place Saint-Sulpice
Métro: Saint-Sulpice

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